Allgemeine Gewährleistung

 

EKW – Gewährleistungsbedingungen für Induktions Rinnen- und Giessöfen

 

Inhalt, Dauer und Umfang unserer Gewährleistung

EKW leistet Gewähr für die vertragsgemäße Ausführung der Feuerfestzustellung der Ofen¬wanne mit Deckel, jedoch mit Ausnahme des Ein- und Ausgusses sowie deren Kanäle am Gefäß. Die Gewähr¬leistungsfrist für die Ofenwanne beläuft sich auf . . . .  Monate, die für den Induktor auf  . . . . Monate, beginnend mit dem Tage des Anheizens.

Für Mängel an der von uns ausgeführten Montage, die zum Ausfall der Ofenanlage führen oder deren Brauchbarkeit erheblich einschränken, haftet EKW - unter Aus-schluss weiterer Ansprüche - für die Herstellung der vertraglich vereinbarten Leistung. In diesem Falle wird EKW die feuerfesten Anlagenteile unentgeltlich ausbessern oder neu liefern.  An¬sprüche aus Gewähr¬leistung müssen uns, sobald sie festgestellt wurden, unverzüglich schriftlich mitge¬teilt werden.

Für Montagen und Ersatzlieferungen, die im Rahmen der Gewährleistungspflicht geleistet werden, haftet EKW im gleichen Unfang wie für die Hauptleistung, jedoch auch insoweit nur bis zum Ablauf der dafür geltenden Frist.

Voraussetzungen

Voraussetzung für unsere Gewährleistung ist, dass 

1. EKW die technischen Anforderungen an die Feuerfestzustellung schriftlich mitgeteilt wurden, und zwar

- die Metallzusammensetzung,
- die Schlacken-Zusammensetzung,
- die Badtemperatur,
- die Temperatur des einlaufenden Materials,
- die Abstichtemperatur,
- die Durchsatzmenge,
- die minimale und maximale  Füllmenge;

2. EKW alle Zustellarbeiten ausgeführt oder überwacht hat, 

3. das Anheizen des Ofens und somit das Trocknen und Sintern der Feuerfestzustellung von EKW ausgeführt oder überwacht wurden;

4. die Inbetriebnahme und eventuell die Flüssigsinterung der Zustellung in Anwesenheit  von  Betriebsangehörigen der EKW stattgefunden hat, durch ein Protokoll bestätigt und von beiden Vertragspartner unterzeichnet wurde;

5. unverzüglich nach der Beendigung der Zustellarbeiten mit dem Anheizen begonnen  und der Ofen anschließend und ohne Unterbrechung in Betrieb genommen wurde;

6. die Ofenanlage ausschließlich als Warmhaltegefäß und nicht als Schmelzaggregat betrieben und nur mit flüssigem Metall beschickt wurde, Legierungsarbeiten oder andere metallurgische Behandlungen damit nicht vorgenommen wurden;

Pflichten des Betreibers während der Gewährleistungsfrist

Zur Aufrechterhaltung seiner Gewährleistungsansprüche ist der Ofenbetreiber verpflichtet, während der Gewährleistungsfrist

1. die Ofenanlage ständig  zu überwachen, die Temperaturen des Ofenmantels und des Induktorgehäuses systematisch aufzuzeichnen;

2. ständig ein Ofenprotokolle zu führen und darin die elektrischen Wertes des Induktors sowie die Temperaturen und den Wasserdruck des Kühlwassers aufzuzeichnen;

3. die Badtemperatur mit einem Tauchpyrometer regelmäßig zu messen und die Badober¬fläche je nach Schlackenanfall regelmäßig abzuschlacken;

4. die Manteltemperatur wöchentlich bei gleicher Badtemperatur und Füllmenge an den von EKW angegebenen Stellen zu messen und, wenn aufgrund dieser Temperaturmessungen davon ausgegangen werden muss, dass offensichtlich Veränderungen am Zustand der Feu¬er¬fest¬auskleidung aufgetreten sind,  EKW sofort zu benachrichtigen;

5. die Ofenanlage nur mit weitgehend schlackefreiem Metall zu beschicken;

6. die Siphonwirkung von Ein- und Ausguss stets sicher zu stellen;

7. die Ofenanlage ständig geschlossen zu halten und dafür zu sorgen, dass sie lediglich zum Abschlacken und zur Inspektion und dann jeweils nur für kurze Zeit geöffnet wird,  und schließlich

8. EKW Mitarbeitern jederzeit die Möglichkeit zu geben, den Ofen und die Feuerfest-zustellung zu besichtigen und die Ofenprotokolle einzusehen.

Erlöschen der Gewährleistung

Unsere Gewährleistung erlischt, wenn

1. die Ofenanlage  mit schlackehaltigem Material beschickt wurde und Schäden durch aggressive Schlacken am Futter des Ofens auftreten; die dann erforderlichen Maßnahmen sind unverzüglich mit EKW abzustimmen.

2. Reparaturen an Ein- und Ausguss nicht regelmäßig oder nicht nach den Angaben von EKW durchgeführt wurden; 

3. durch betriebsseitig zu vertretende Störungen, z. B. Stromausfall, Ausfall der Kühlung,  Schäden an der Auskleidung  entstanden sind. 

4. der Induktor nicht nach unseren Angaben ausgewechselt wurde. 

Beweismittel

Macht der Besteller Ansprüche aus Gewährleistung geltend, muss durch Chargen-protokolle, Schreiberaufzeichnungen und andere Unterlagen belegt werden, dass der Ofen nach den Betriebsanweisungen der Ofenhersteller und nach den EKW-Richtlinien  betrieben wurde.

Ausnahmen 

Ausgenommen von der Gewährleistungszusage sind die Kosten für die an Verschleißteilen, z. B. am Ein- und Ausguss sowie deren Kanälen am Gefäß, erforderlichen Reparaturen.

Weiterhin ausgenommen sind Folgeschäden jeder Art, die nach der Inbetriebnahme auf-treten, und zwar vor allem durch

- fehlerhafte oder nachlässige Behandlung,
- unsachgemäßes Reparieren am Ein- und Auslauf,
- übermäßige Beanspruchung,
- konstruktive Änderungen an der Ofenanlage,
- Ausfall der Stromversorgung,
- Erhöhung der max. Badtemperatur,
- Änderungen der Eisen- oder Metallzusammensetzung,
- Zusetzen des Ofenhalses mit Schlacke,
- Änderung der Schlackenzusammensetzung,
- Über- oder Unterschreiten des max. oder min. Ofeninhaltes.

Rückbehaltungsrecht

Im Falle nachweislich berechtigter Mängelrügen dürfen Zahlungen nur in einem Umfang zurückgehalten werden, die in einem angemessenen Verhältnis zur den aufgetretenen Mängeln stehen.

Im Übrigen gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen der EKW, so weit vorstehend nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.

Gerichtsstand für beide Teile ist Kaiserslautern.

 

Eisenberg, 05.04.12

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Oktober 2018/ALUMINIUM Messe Düsseldorf

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